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Plasmachemische Verfahren

Plasmachemische Verfahren

Veredelung von Leichtmetallen.

Was ist das Merkmal dieser Beschichtungen?

Was ist das Merkmal dieser Beschichtungen?

Bei diesen Schichten handelt es sich um oxidkeramische Schichten, die konturengetreu auf einem Bauteil abgeschieden werden. Sie zeichnen sich durch eine gute Biegewechselfestigkeit aus.

KEPLA-COAT®

KEPLA-COAT® ist eine plasmachemische Beschichtung zur Veredelung von Aluminium- und Titanlegierungen. Im Falle von Titanlegierungen wurde das Verfahren früher als Plasmocer® bezeichnet.

Das Beschichtungsverfahren wird in unserem Werk in Berlin betrieben, dem Kompetenzzentrum für plasmachemische Verfahren.

Die Beschichtung mit KEPLA-COAT® erfolgt in einem Elektrolyten aus Salzlösung. Hier ist das Werkstück in Verbindung mit einer äußeren Stromquelle als Anode geschaltet. Im Vorgang der Anodisation entlädt sich Sauerstoff-Plasma an der Werkstückoberfläche, erschmilzt diesen Randbereich für kurze Zeit und bildet erst eine hauchdünne Sperrschicht aus, die sich fest mit der äußeren Metallschicht verbindet. Darauf folgen eine porenarme sowie eine porenreiche Oxidkeramikschicht. Die Farbe der Schichten ist üblicherweise grau-weiß. Es können jedoch auch schwarze Schichten erzeugt werden.

  • Eigenschaften

    Der KEPLA-COAT®-Schichtverbund schützt Aluminium und Titan vor Verschleiß und Korrosion und ermöglicht aufgrund seiner Oberflächenstruktur die Aufnahme von Schmierstoffen sowie nachträgliche Werkstückbehandlungen wie beispielsweise Lackierungen oder Imprägnierungen.

    KEPLA-COAT® bietet neben einem ausgezeichneten Verschleißschutz absolute Konturentreue und Maßhaltigkeit sowie Härte. KEPLA-COAT®-beschichtete Substrate weisen eine wesentlich höhere Dauerschwingfestigkeit auf als Substrate mit vergleichbaren Schichten. Die Schichten widerstehen aggressiven Gasen wie Chlor und Bortrichlorid. Darüber hinaus gewährleistet KEPLA-COAT® besonders in Verbindung mit PTFE oder anderen Trockenschmierstoffen sehr gute Gleiteigenschaften.

  • Grundwerkstoffe

    KEPLA-COAT® eignet sich für fast alle technisch interessanten Aluminiumlegierungen, seien es Knetlegierungen, Gusslegierungen oder Druckgusslegierungen. Ebenso können Titanwerkstoffe beschichtet werden. Bei der Legierungsauswahl beraten wir Sie gerne.

    Weiße Schichten auf Titanwerkstoffen werden derzeit nicht produziert. Bitte sprechen Sie uns hinsichtlich einer möglichen Projektabwicklung hierzu an.

  • Einsatzmöglichkeit

    Mit KEPLA-COAT® beschichtete Aluminiumbauteile sind vielseitig verwendbar: Sie dienen beispielsweise als geometrisch komplexe Rotoren in Turbo-Molekularpumpen. Hier verhindert die riss- und porenfreie Schicht des Werkstücks zum einen das Eindringen von Reaktionsgasen und verleiht so den notwendigen Schutz gegenüber Plasma-Ätzprozessen, zum anderen hält sie der mechanischen Belastung extrem hoher Drehzahlen stand. KEPLA-COAT®-beschichtete Aluminiumwerkstoffe finden unter anderem auch Verwendung als Dichtungsringe, Fixierscheiben, Walzen, Trommeln oder Zylinderrohre.

    Auf Grund ihres hohen Licht-Absorptionsvermögens sind schwarze KEPLA-COAT®-Schichten beispielsweise für optische Teile, Feingewinde oder Wärmestrahler geeignet.

    Zu den Abnehmerbranchen von KEPLA-COAT®-veredelten Bauteilen zählen unter anderem: Automobilbau, Datenverarbeitung, Elektronik, Energietechnik, Kommunikationstechnik, Lebensmittelindustrie, Luft- und Raumfahrt, Optische Industrie, Maschinenbau, medizinischer Gerätebau, Vakuumtechnik.

MAGOXID-COAT®

MAGOXID-COAT® ist eine plasmachemische Beschichtung zur Veredelung von Magnesiumlegierungen. Das Beschichtungsverfahren wird in unserem Werk in Berlin betrieben, dem Kompetenzzentrum für plasmachemische Verfahren.

Die Beschichtung mit MAGOXID-COAT® erfolgt in einem Elektrolyten aus Salzlösung. Hier ist das Werkstück in Verbindung mit einer äußeren Stromquelle als Anode geschaltet. Im Vorgang der Anodisation entlädt sich Sauerstoff-Plasma an der Werkstückoberfläche, erschmilzt diesen Randbereich für kurze Zeit und bildet so zunächst eine hauchdünne Sperrschicht, die sich fest mit der äußeren Metallschicht verbindet. Darauf folgen eine porenarme sowie eine porenreiche Oxidkeramikschicht. Die Farbe der Schichten ist üblicherweise weiß-grau. Es können jedoch auch schwarze Schichten erzeugt werden.

  • Eigenschaften

    Der MAGOXID-COAT®-Schichtverbund schützt Magnesiumlegierungen vor Verschleiß und Korrosion und ermöglicht aufgrund seiner Oberflächenstruktur die Aufnahme von Schmierstoffen sowie nachträgliche Werkstückbehandlungen wie beispielsweise Lackierungen oder Imprägnierungen.

    Der plasmachemische Prozess führt zu kristallinen Oxidkeramikschichten, die neben hohem Verschleiß- und Korrosionsschutz weitere Anforderungen wie Härte, Konturentreue, Biegewechselfestigkeit, Maßhaltigkeit oder Temperaturbelastbarkeit erfüllen.

  • Grundwerkstoffe

    Mit dem MAGOXID-COAT®-Verfahren sind alle gebräuchlichen Magnesium-Legierungen beschichtbar wie AZ31, AZ61, AZ81, AZ91, AM20, AM50, AM60 und Legierungen mit einem Gehalt an Seltenen Erden und Zirkonium wie z.B. ZE41 und WE43.

  • Einsatzmöglichkeit

    Magnesium ist das leichteste Metall im Bereich der Konstruktionswerkstoffe. MAGOXID-COAT® kombiniert die Vielseitigkeit der Magnesium-Werkstoffe optimal mit einem breiten Spektrum an Schichteigenschaften. So ermöglicht die Beschichtung den Einsatz behandelter Magnesiumprodukte in unterschiedlichen Bereichen.

    Mit MAGOXID-COAT® weiß werden Magnesium-Bauteile beschichtet, um sie vor Verschleiß und Korrosion zu schützen. MAGOXID-COAT® weiß kann auch nachträglich lackiert werden (u.a. Felgen für Sportwagen, Fahrräder und Rollstühle).

    Auf Grund ihres hohen Licht-Absorptionsvermögens sind schwarze MAGOXID-COAT®-Schichten beispielsweise für optische Teile, Feingewinde oder Wärmestrahler geeignet.

    Zu den Abnehmerbranchen von MAGOXID-COAT®-veredelten Bauteilen zählen unter anderem: Automobilbau, Armaturenfertigung, Bürotechnik, Datenverarbeitung, Energietechnik, Haushaltsgeräteindustrie, Kommunikationstechnik, Lebensmittelindustrie, Luft- und Raumfahrt, Optische Industrie.

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