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Plasmachemische Verfahren

Plasmachemische Verfahren

Veredelung von Leichtmetallen.

Beim Plasma Coating handelt es sich um eine Oxidkeramik-Beschichtung, die konturengetreu auf dem Bauteil abgeschieden wird. Die Hartstoffschichten zeichnen sich durch gute Biegewechselfestigkeit aus. Mit MAGOXID-COAT® und KEPLA-COAT® bieten wir bei Aalberts surface treatment zwei anodisch-plasmachemische Oberflächenbeschichtungen mit funktionalen Eigenschaftsprofilen, die in der Summe mit galvanischen Schichten nicht zu erzielen sind. Mit MAGOXID-COAT® lassen sich Magnesium-Legierungen, mit KEPLA-COAT® hingegen Werkstoffe aus Aluminium- und Titan-Legierungen veredeln. Der plasmachemische Prozess führt dabei zu oxidkeramischen Schichten, die neben hohem Verschleiß- und Korrosionsschutz weitere Anforderungen wie Härte, gleichmäßigen Schichtaufbau, Dauerschwingfestigkeit, Maßhaltigkeit und Temperaturbelastbarkeit erfüllen. Kanten, Hohlräume und Reliefs werden gleichmäßig beschichtet, d.h. es findet kein Kantenaufbau wie bei galvanischen Verfahren statt.

Bei den elektrolytischen Verfahren wird eine äußere Stromquelle verwendet, das zu beschichtende Werkstück ist dabei als Anode geschaltet. Die Oberfläche des Werkstoffes wird in entsprechende Oxide umgewandelt. Als Elektrolyte werden Salzlösungen verwendet. Die Anodisation erfolgt über Plasmaentladungen im Elektrolyten an der Oberfläche des zu beschichtenden Teiles.

Die Beschichtungslösung KEPLA-COAT® ist eine plasmachemische Verschleißschutzbeschichtung zur Veredelung von Aluminium- und Titanlegierungen. Im Falle von Titanlegierungen wurde das Verfahren früher als Plasmocer® bezeichnet. Das Beschichtungsverfahren wird in unserem Werk in Berlin betrieben, dem Kompetenzzentrum für plasmachemische Verfahren.

Die Beschichtung mit KEPLA-COAT® erfolgt in einem wässrig-organischen Elektrolyten. Hier ist das Werkstück in Verbindung mit einer äußeren Stromquelle als Anode geschaltet. Im Vorgang der Anodisation entlädt sich Sauerstoff-Plasma an der Werkstückoberfläche, erschmilzt diesen Randbereich für kurze Zeit und bildet erst eine hauchdünne Sperrschicht aus, die sich fest mit der äußeren Metallschicht verbindet. Darauf folgen eine porenarme sowie eine porenreiche Oxidkeramikschicht. Die Farbe der Schichten ist üblicherweise grau-weiß. Es können jedoch auch schwarze Schichten erzeugt werden.

Plasmachemische Verfahren

Der Schichtverbund schützt Aluminium und Titan vor Verschleiß und Korrosion und ermöglicht aufgrund seiner Oberflächenstruktur die Aufnahme von Schmierstoffen sowie nachträgliche Werkstückbehandlungen wie beispielsweise Lackierungen oder Imprägnierungen.

KEPLA-COAT® bietet neben einem ausgezeichneten Verschleißschutz absolute Konturentreue und Maßhaltigkeit sowie Härte. KEPLA-COAT®-beschichtete Substrate weisen eine wesentlich höhere Dauerschwingfestigkeit auf als Substrate mit vergleichbaren Schichten. Die Schichten widerstehen aggressiven Gasen wie Chlor und Bortrichlorid. Darüber hinaus gewährleistet KEPLA-COAT® besonders in Verbindung mit PTFE oder anderen Trockenschmierstoffen sehr gute Gleiteigenschaften.

KEPLA-COAT® eignet sich für fast alle technisch interessanten Aluminiumlegierungen, seien es Knetlegierungen, Gusslegierungen oder Druckgusslegierungen. Ebenso können Titanwerkstoffe beschichtet werden. Weiße Schichten auf Titanwerkstoffen werden derzeit nicht produziert – bitte sprechen Sie uns hinsichtlich einer möglichen Projektabwicklung hierzu an.

Mit KEPLA-COAT® beschichtete Aluminiumbauteile sind vielseitig verwendbar: Sie dienen beispielsweise als geometrisch komplexe Rotoren in Turbo-Molekularpumpen. Hier verhindert die riss- und porenfreie Schicht des Werkstücks zum einen das Eindringen von Reaktionsgasen und verleiht so den notwendigen Schutz gegenüber Plasma-Ätzprozessen, zum anderen hält sie der mechanischen Belastung extrem hoher Drehzahlen stand. KEPLA-COAT®-beschichtete Aluminiumwerkstoffe finden unter anderem auch Verwendung als Dichtungsringe, Fixierscheiben, Walzen, Trommeln oder Zylinderrohre. Aufgrund ihres hohen Licht-Absorptionsvermögens sind schwarze KEPLA-COAT®-Schichten beispielsweise für optische Teile, Feingewinde oder Wärmestrahler geeignet.

Zu den Einsatzgebieten zählen unter anderem Beschichtungen in der Automobilindustrie sowie diese weiteren Branchen:

  • Datenverarbeitung
  • Elektronik
  • Energietechnik
  • Kommunikationstechnik
  • Lebensmittelindustrie
  • Luft- und Raumfahrt
  • Optische Industrie
  • Maschinenbau
  • medizinischer Gerätebau
  • Vakuumtechnik

MAGOXID-COAT® ist eine plasmachemische Beschichtung zur Veredelung von Magnesiumlegierungen. Das Beschichtungsverfahren wird ebenfalls in unserem Werk in Berlin betrieben, dem Kompetenzzentrum für plasmachemische Verfahren.


Die Beschichtung mit MAGOXID-COAT® erfolgt analog zum KEPLA-COAT®-Verfahren in einem Elektrolyten aus Salzlösung unter Verwendung einer hohen elektrischen Spannung. Hierbei erfolgt ein Ladungsaustauschdurch die natürliche Sperrschicht des Magnesiums und gleichzeitig eine Diffusion von Magnesium-Ionen zur äußeren Reaktionszone. Dieser Vorgang ist mit der Ausbildung von Punktwärmequellen auf dem anodisch geschalteten Magnesium verbunden. Es treten plasmachemische Prozesse in Form von Gasentladungen auf der Magnesiumoberfläche auf, die dadurch oxidiert wird. Die Farbe der Schichten ist üblicherweise weiß-grau. Wie beim KEPLA-COAT®-Verfahren lassen sich auch schwarze Schichten erzeugen.

Plasmachemische Verfahren Magnesium Rohr

Der MAGOXID-COAT®-Schichtverbund schützt Magnesiumlegierungen vor Verschleiß sowie Korrosion und ermöglicht aufgrund seiner Oberflächenstruktur die Aufnahme von Schmierstoffen sowie nachträgliche Werkstückbehandlungen wie beispielsweise Lackierungen oder Imprägnierungen. Der plasmachemische Prozess führt zu einer kristallinen Oxidkeramikschicht und somit zu einer starken Korrosionsschutzbeschichtung, die weitere Anforderungen wie Härte, Konturentreue, Biegewechselfestigkeit, Maßhaltigkeit oder Temperaturbelastbarkeit erfüllt.

Mit dem MAGOXID-COAT®-Verfahren sind alle gebräuchlichen Magnesium-Legierungen beschichtbar wie AZ31, AZ61, AZ81, AZ91, AM20, AM50, AM60 und Legierungen mit einem Gehalt an Seltenen Erden und Zirkonium wie ZE41 und WE43.

Magnesium ist das leichteste Metall im Bereich der Konstruktionswerkstoffe. MAGOXID-COAT® kombiniert die Vielseitigkeit der Magnesium-Werkstoffe optimal mit einem breiten Spektrum an Schichteigenschaften. So ermöglicht die Beschichtung den Einsatz behandelter Magnesiumprodukte in unterschiedlichen Bereichen. Mit MAGOXID-COAT® weiß werden Magnesium-Bauteile beschichtet, um sie vor Verschleiß und Korrosion zu schützen. Auch eine nachträgliche Lackierung, beispielsweise an Felgen für Sportwagen, Fahrrädern und Rollstühlen, ist problemlos möglich. Schwarze MAGOXID-COAT®-Schichten sind aufgrund ihres hohen Licht-Absorptionsvermögens beispielsweise für optische Teile, Feingewinde oder Wärmestrahler geeignet.

Zu den Abnehmerbranchen zählen unter anderem:

  • Automobilbau
  • Armaturenfertigung
  • Bürotechnik
  • Datenverarbeitung
  • Energietechnik
  • Haushaltsgeräteindustrie
  • Kommunikationstechnik
  • Lebensmittelindustrie
  • Luft- und Raumfahrt
  • Optische Industrie

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